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„Du hattest keine andere Wahl“

Alexander Leu, Andreas Schröder

 
 
Hat man überhaupt eine Wahl? Wovon hängt diese ab?

Kann man sich einer Wahl entziehen?

Wer entscheidet? Und was stellt mich vor eine Wahl?

Ein weißes Plakat, auf dem zentriert der Satz steht: „Du hattest keine andere Wahl!“ Die kleine Schriftgröße zwingt dich, näher heranzugehen, um das Geschriebene zu lesen.

Dein Gehirn vergleicht den Reiz und fragt sich: Soll ich näher treten, um das Kleingeschriebene zu lesen oder lass ich’s bleiben? Die Neugier giert nach Befriedigung und gibt erst Ruhe, wenn sie ihren Auftrag erfüllt. Du hast nicht unbedingt eine freie Wahl, sondern unterliegst Prozessen, derer du dir nicht bewusst bist. Die dich aber zu Handlungen und Entscheidungen führen.

Und ob diese Prozesse wohl durch die Einsender dieser Arbeit geplant und vorherbestimmt sind? Jede Person tut das, was sie tut, weil sie im fraglichen Augenblick nicht anders konnte – schließlich hätte sie sonst anders gehandelt.

Wahl bedeutet auch – Entscheiden. Entscheidungen werden ohne Bewusstsein im Voraus getroffen. Sie beruhen deterministisch auf neuronalen Prozessen. Unbewusst bist du unserer Aufforderung nachgegangen und hast den Satz gelesen. Du konntest gar nicht anders handeln, denn sonst hättest du anders gehandelt. Bewusst kommst du jetzt ebenfalls nicht darum herum, eine Entscheidung zu fällen; obwohl diese schon gefallen ist. Du kannst dich nicht anders entscheiden, als du dich entscheiden wirst.

Schachmatt dem freien Willen.

Du hattest keine andere Wahl.

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Plakat, Fotografie auf Karton

43,5 x 59,5 cm

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